Griff nach den Sternen

Jenaer Entwicklungen im Weltall

Foto: Optischer Aufbau des thermischen IR-Spektrometers MERTIS (Fraunhofer IOF)

Der Weltraum, unendliche Weiten. Die Optik war seit Beginn der Astronomie eng mit der Erforschung des Weltraums verbunden. Durch die Kombination verschiedener Linsen konnten die Astronomen der ersten Stunde, wie z.B. Kepler und Galilei,  Fernrohre für die Beobachtung der Himmelskörper fertigen. Die folgenden Erkenntnisse führten letztendlich zu entscheidenden Veränderungen unseres Weltbildes.  

Heutzutage bieten komplexe optische Systeme vielfältige Möglichkeiten für die Erdbeobachtung durch Satelliten, die Erforschung von Planeten und des Weltraums. Für diese Aufgaben benötigen Satelliten immer leistungsfähigere optische Mess- und Aufnahmegeräte. Sie bestehen oft aus mehreren asphärisch geformten Spiegelelementen, die erst durch ihr präzises Zusammenspiel das einfallende Licht in gewünschter Weise abbilden.  

Moderne und leistungsfähige Spiegeloptiken für Abbildung, Spektroskopie und Strahlformung basieren auf komplexen optischen Oberflächen. Auf dem Gebiet der Luft- und Raumfahrt erforschen Jenaer Institute und Unternehmen das Design, die Fertigung einschließlich Beschichtung sowie die Montage moderner Teleskop- und Spektrometeroptiken mit on-axis und off-axis Asphären, Freiformflächen und strukturierten Oberflächen (Gitter).  

Beispielsweise sind optische Komponenten und Systeme vom Fraunhofer IOF in sehr vielen Raumfahrtmissionen und Erdbeobachtungsteleskopen vertreten, wie z. B. in den RapidEye Satelliten, im Large Binocular Telescope, im GAIA Satelliten, im James Webb Space Telescope oder in der 2016 startenden BepiColombo Mission zum Merkur.    

Mehr Informationen zum Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF